Heilerde ist ein echtes Rundum-Mittel. Sie dient der Entgiftung und der Körperpflege. Sie hilft gegen Fältchen, Akne und Mitessern. Eine Maske mit Heilerde glättet Ihre Haut. Ja, Sie haben richtig gelesen: Mit diesem Schlamm werden Sie schön. Wir sagen Ihnen, wie es geht!
Wer Heilerde anwendet, tritt sehr direkt und wohltuend in Kontakt mit der Natur selbst – mit der Vergangenheit unseres Planeten. Heilerde ist naturreiner Löss, entstanden aus Gesteinen. Durch Reibung, Zertrümmerung und Verwitterung verwandelte sich das Gestein in feines Pulver. Es wird getrocknet, gemahlen, gesiebt und ohne weitere Verarbeitungsschritte oder Zusätze abgepackt.
Innere Anwendung
Da Heilerde auch unangenehme Gerüche bindet, wirkt sie bei Aufstoßen, Blähungen und Durchfall doppelt angenehm. Rasche Hilfe bietet sie bei Völlegefühl und Sodbrennen. Eine gesundheitlich begründete Schlankheitskur wird durch Einnahme von Heilerde unterstützt. Neue Untersuchungen zeigen, dass sie ihr gutes Bindevermögen außerdem im Falle von Cholesterin beweist und dazu beitragen kann, herzschädigend überhöhte Cholesterinwerte zu normalisieren.
Nehmen Sie Heilerde zwei- bis dreimal täglich und möglichst immer nüchtern ein. Bei Übersäuerung des Magens, Sodbrennen oder saurem Aufstoßen empfiehlt sich die Einnahme von kleineren Mengen, aber dafür häufiger über den Tag verteilt. Bei akutem Durchfall können Sie ohne Bedenken mehrere Teelöffel Heilerde innerhalb weniger Stunden zu sich nehmen. Bei der gleichzeitigen Einnahme von Medikamenten kann Heilerde deren Wirkung verringern, da auch die Wirkstoffe gebunden werden können. Deshalb sollte dabei immer ein Abstand von mindestens einer Stunde eingehalten werden.
Äußere Anwendung
Heilerde zur äußerlichen Anwendung bewährt sich als Auflage, Wickel oder Verband und als Badezusatz, aber auch als Gesichtsmaske. Sie hilft bei allergischen Hautbeschwerden, Ausschlägen, Ekzemen und Insektenstichen, bei Arthrose, Muskel- und Gelenkbeschwerden und Prellungen, bei Akne, unreiner und fettender Haut, bei Durchblutungsstörungen und Hexenschuss. Ein Leibwickel mit Heilerde unterstützt die innere Anwendung bei Magenbeschwerden.
Zur Herstellung eines Wickels oder einer Kompresse stellen Sie einen streichfähigen Brei aus Heilerde und Wasser her. Auch Essigwasser, Kamillentee, Zinnkraut- oder Haferstrohtee eignen sich. Der Brei wird auf die betroffene Partie aufgetragen und mit einem feuchten Tuch bedeckt. Darüber kommt ein trockenes Baumwolltuch, das Sie am besten mit Sicherheitsnadeln an Ort und Stelle halten. Die Wirkung entfaltet sich, während die Heilerde trocknet. Das dauert bei einer größeren Kompresse eineinhalb bis zwei Stunden. Wenn sie trocken und bröckelig geworden ist, kann die Auflage entfernt werden. Für eine Gesichtspackung brauchen Sie den Heilerde-Brei nicht mit einem Tuch zu bedecken. Er ist dann bereits nach circa 20 Minuten trocken.
Für ein Heilerde-Bad geben Sie acht bis zehn Esslöffel Erde ins einlaufende Badewasser. Das Bad sollte nicht zu heiß sein und nicht länger als 15 bis 20 Minuten dauern. Anschließend können Sie sich gleich abduschen, lassen aber die an der Haut haftenden Heilerdereste antrocknen, während Sie in einem großen Tuch eingewickelt ruhen. Das verstärkt die wohltuende und heilende Wirkung. Nach etwa einer Viertelstunde lassen sich die Erdbröckchen mit einem feuchten Tuch abrubbeln, was zusätzlich einen Peelingeffekt hat und die Haut frisch und rosig werden lässt.








