Schleichen Sie verstohlen um Ihre Waage herum, weil Sie Angst haben, Ihr Hormonpräparat mache Sie dick? Stimmt es, dass Hormone dick machen oder handelt es sich hierbei um ein Ammenmärchen? Wir klären Sie auf.
Durch die Einnahme von Hormonen an Gewicht zuzulegen – für die meisten Frauen ist keine schöne Vorstellung. von einer extremen Gewichtszunahme berichten beispielsweise Frauen, die Pillen der ersten Generation eingenommen haben. Die Hormondosen lagen in diesen Pillen sehr viel höher als in den Präparaten, die in der letzten zwei Jahrzehnten auf den Markt gekommen sind.
Die hohen Östrogendosen führten zu mehr Appetit, gesteigerter Nahrungsaufnahme und allmählich zu mehr Gewicht. Nun müssen Sie derartige Pillen nicht mehr fürchten. Die heutzutage auf dem Markt erhältlichen Anti-Baby-Pillen sind so niedrig dosiert, dass kaum mehr Auswirkungen auf Ihr Gewicht zu befürchten sind.
Die weiblichen Hormone
Hormone zur Verhütung oder während der Wechseljahre
Zur Verhütung oder Überbrückung der Wechseljahre werden oft Hormone verabreicht. Generell ist hierbei keine klare Aussage zu treffen, ob Hormone einen Einfluss auf unser Gewicht haben. Sie haben heutzutage eine breite Palette an Produkten, die auf Ihre hormonellen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt, welches Präparat für Sie am betsen geeignet ist. Die Auswirkungen eines Hormonpräparats sind davon abhängig, welche Hormone in welcher Dosierung über welchen Zeitraum eingenommen werden.
Vorteile
Neben dem Verhütungseffekt haben Hormone noch andere Vorteile. Die großen Studien wurden allerdings mit Kombinationspräparaten – also Östrogen/Gestagen – durchgeführt. Welche positiven Effekte sich durch die alleinige Einnahme von Gestagenen erzielen lassen, müssen weitere Untersuchungen klären.
• Einige Formen der Unterleibsentzündungen treten seltener auf (ausgenommen die durch Chlamydien verursachte Eileiterentzündung).
• Das Risiko von Gebärmutterkrebs (nicht Gebärmutterhalskrebs) sinkt unter Einnahme eines gestagenbetonten Präparates.
• Zystische Veränderungen am Eierstock treten seltener auf.
• Bestimmte Krebsformen am Eierstock treten nach einer mehrjähriger Hormoneinnahme sehr viel seltener auf als ohne Hormonzufuhr. Die Einnahme über fünf bis neun Jahre bedeutet 60 Prozent weniger Risiko, die Einnahme über zehn Jahre sogar 80 Prozent.
• Das Risiko gutartiger Brusterkrankungen sinkt.
Nachteile
Einige unerwünschte Wirkungen der Pille werden durch das Östrogen verursacht. Dazu zählen:
• Erhöhtes Thromboserisiko, insbesondere wenn Frauen zusätzlich rauchen.
• Wassereinlagerungen im Körper, was zu einem Spannungsgefühl in den Brüsten führen kann.
• Der Blutdruck kann steigen.
• Bei stillenden Frauen beeinflussen Östrogene die Milchproduktion negativ; in der Stillzeit sollten Frauen diese Hormone nicht einnehmen.
• Der Körper kann das Vitamin Folsäure schlechter verwerten, es kann zu einem Folsäuremangel kommen.
• Manchmal tritt Migräne in der Phase der Menstruation auf; vermutlich ist der plötzliche Östrogenabfall verantwortlich.
• Es gibt Hinweise auf erhöhte Risiken von Gebärmutterhals- und Leberkrebs; insgesamt werden die Risiken aber als gering eingeschätzt.
Auch reine Gestagenpräparate haben Nebenwirkungen, beispielsweise:
• Blutungsstörungen: Einige Frauen haben häufiger Blutungen, andere dagegen seltener. Bei den meisten Frauen werden sie aber mit der Zeit schwächer und seltener, bei einigen bleibt die Periode ganz aus.
• Gewichtszunahme
• Akne
• Brustspannungen, -schmerzen
• Stimmungsschwankungen
Östrogen und Progesteron sind die weiblichen Geschlechtshormone. Die Östrogene werden vor allem in den Eierstöcken gebildet. Sie bestimmen die erste Hälfte des weiblichen Zyklus, verursachen den Eisprung und bereiten die Gebärmutter auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Östrogene haben aber auch auf verschiedene andere Organe Einfluss: auf Haut und Haare, Knochen, Herz und Kreislauf sowie auf das Gehirn. Und zugleich bewirken sie eine vermehrte Zellteilung. Gesteuert wird die Produktion von der Hypophyse. Ein weiteres wichtiges Hormon ist Progesteron. Es wird im Gelbkörper gebildet, also der Struktur im Eierstock, aus der das Ei beim Eisprung freigesetzt wird. Progesteron ist während der zweiten weiblichen Zyklushälfte das dominierende Hormon. Es reguliert den weiblichen Kreislauf vor und während der Schwangerschaft.









Der Artikel ist sehr interressant, doch sehe ich ihn mehr als Einleitung zu diesem Thema! Warum nimmt man von Östrogenen zu, tut man es überhaupt von den Östrogenen, weil sie den Stoffwechsel verlangsamen oder weil sie den Hunger stärken?
Meine Mutter ist der Meinung, ich solle wegen einer Gewichtszunahme von 5kg die Pille wechseln. Wenn ich wüsste, dass sie den Hunger stärkt und dadurch gewichtszunahme begünstigt, so faste ich lieber! Wenn ich erfahre, dass Östrogen den Stoffwechsel verlangsamt, und so vlt. mit eine Schilddrüsenunterfunktion vergleichbar ist, so würde ich definitv von meinem 0,05 mg Ethinylestradiol (Neo-Eunomin) Präparat auf eine Pille mit weniger Östrogen umsteigen, und Zwischenblutungen etc. in Kauf nehmen!
“Die heutzutage auf dem Markt erhältlichen Anti-Baby-Pillen sind so niedrig dosiert, dass kaum mehr Auswirkungen auf Ihr Gewicht zu befürchten sind.”
Ist meine pille, die relativ viel Östrogen enthält, also mit einer Pille der ersten Generation vergleichbar? “Niedrig dosiert” ist eine knappe Information.
Ab wann kann man von einer Pille sprechen, bei “der man zunimmt”, wie man so oft in Foren liest, und wieso? Oder handelt es sich hier um ein Ammenmärchen?
Also kurz gesagt: die Details fehlen, der Artikel ist mehr für Kinder, da das Ammenmärchen eins bleibt.
Es kommt nicht nur auf die Dosis, sondern auch die Zusammensetzung an. Oft lagert der weibliche Körper vermehrt Wasser ein, zum Beispiel in den Beinen – das kann durch die Pille begünstigt werden. Es gibt aber auch Pillen-Präparate, die Wassereinlagerungen verhindern oder reduzieren sollen. Außerdem: Die gleiche Anti-Baby-Pille kann bei einer Frau zu einer Gewichtszunahme führen, bei einer anderen wiederum zeigt die Waage das gleiche wie zuvor an. Jeder Körper reagiert anders auf Hormonzufuhr und wir möchten hier nur über ein paar Grundsätze informieren.
Für detailllierte Aussagen über den individuellen Hormonhaushalt und die Reaktionen auf die Pille ist ein Arzt der bessere Ansprechpartner!