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Reizvolles Mißverständnis Teil 2

Auf den ersten Blick erscheint der Verdauungsvorgang recht einfach strukturiert zu sein: Oben wird etwas rein gegeben und unten entsorgt – kommt in die „Maschine“ durch die Mundöffnung die Nahrung hinein, wandert diese von der Speiseröhre in den Magen und dem Darm, hier wird diese aufbereitet und ausgewertet, von dort an das Blut weitergeleitet und die Reste werden ausgeschieden. Dies alles geschieht, damit Ihr Körper mit Nährstoffen versorgt wird uns um seine Vitalität und Leistungsfähigkeit zu erhalten. Doch während der einzelnen Etappen geschehen ungeheuer komplexe Vorgänge.

Schon das Einspeicheln der Nahrung ist von zwingender Notwendigkeit, wenn die Gesamtverarbeitung optimal ablaufen soll. Den Verdauungstrakt selbst muss man sich als eine gigantische industrielle Aufbereitungsanlage in Miniatur vorstellen. Jede Station ist mechanisch und chemisch spezialisiert. Von der Natur sind die vorhandenen Teampartner optimal angelegt, doch durch unsere Art der Nahrungszufuhr haben sich die Teams verändert mit leichten bis unangenehmen Folgen. Ein misshandelter Darm und Magen können eine Menge Ärger bereiten. In der Regel ist dies die Folge einer verkehrten Ernährung und der heute immer weiter verbreiteten Lebensweise, vordringlich das Leben sitzend zu verbringen.

Nur Gutes schafft Gutes, so ist es angeraten dem Körper Gutes zu tun, damit er leistungsfähig bleibt. Sie trainieren Ihren Körper durch Sport. Sie trainieren auch bewusst das Gedächtnis, um es in Schwung zu halten. Doch wie sieht es mit Ihrer Darmfitness aus?

Das Team muss stimmen

In Ihrem Darm finden sich unterschiedliche Bakterienformen, die sich in einem ausgewogenen Verhältnis positiv auswirken. Zwei Arten von Bakterien können können im Verdauungstrakt unterschieden werden: Die fäulnisbildenden Bakterien, die unter dem Namen Kolibakterien bekannt sind, und die gesundheitsfördernde, freundlichen Bakterien – Probiotika -, zu denen – neben vielen verschiedenen Bakterienstämmen – auch die Laktobakterien zählen. Es ist wichtig, dass das Gleichgewicht zwischen diesen beiden Bakterien gehalten wird.

Laktobakterien erhalten das Gleichgewicht
Die freundlichen Bakterien produzieren in erster Linie Milchsäure, aber auch Essigsäure, Verdauungsenzyme und Vitamine. Die Bakterien, die Milchsäure produzieren, sind als Laktobakterien ( Laktose = Milch) bekannt. Die beiden bekanntesten und wichtigsten Arten der Laktobakterien sind Lactobacillus acidophilus und Bifidobacterium bifidus.

Da diese Verhältnisse der Industrie bekannt sind, finden sich auf dem Markt viele Produkte, die diese Bakterienstämme enthalten. Da diese sehr temperaturempfindlich sind, wirken starke Temperaturschwankungen lähmend auf sie.

Die Laktobakterien sind die natürlichen Gegenspieler der Kolibakterien und halten das Darmmilieu im Gleichgewicht. Als ideales Verhältnis der Bakterienstämme zueinander bezeichnet man ein Verhältnis von 15% Fäulnisbakterien und 85% gesundheitsfördernde Bakterien in der Darmflora. Dieses Verhältnis ist auf natürliche Weise zu erlangen, indem man sich das richtige Ernährungverhalten angewöhnt. Medikamente wie zum Beispiel Antibiotika oder Penicillin können die Darmflora auch beeinflussen.

Gärung oder Fäulnis?

Die Neigung zur Gärung beeinflussen Sie durch das Essen von Rohkost und Getreide. Vielleicht kennen Sie den Walt Disney Film von den betrunkenen Tieren in der Savanne? Rohkost gärt in Ihrem Körper. Durch die Gärung bildet sich Billigalkohol in Ihrem Körper, welcher im Übermaß auch die Leber belasten kann. Man könnte behaupten, dass die Menschen im Sommer nicht nur Dank der Sonne besser gelaunt sind, sondern verstärkt durch den sommerlichen Rohkostgenuss. Sogar ein Apfel pro Abend kann der Verursacher für schlechte Leber- und Cholesterinwerte sein. Essen Sie verstärkt Gedünstetes oder eiweißreiche Kost, so wirkt dies in Richtung Fäulnis aus.

Wie wirkt sich das auf Diäten aus?

Wenn Sie in Ihrem Darm verstärkt Fäulnisbakterien besitzen, wird ein „Kohlsuppen-Diätprogramm“ bei Ihnen keine Wirkung zeigen. Sind Sie hingegen eher der Gärung geneigt, wird diese Diät gut anschlagen.

Wenn Sie Ihren Darm zur Höchstleistung verhelfen möchten, sollten Sie auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen gärenden und faulenden Bakterien achten. Denn dann steigert sich die Arbeit und Verwertung, was den Stoffwechsel aufmuntert. Achten Sie darauf, dass das Verhältnis zwischen Rohkost, Getreide und Gedünstetem und Eiweiß ausgewogen ist.

Um Schwung in das System zu bringen, empfehle ich Ihnen mindestens 3 Tage nur Rohkost oder Gedünstetes zu essen. Am besten wären aber 2 Wochen.Ob die Rohe oder lieber die gedünstete Variante Ihr Weg ist können Sie testen lassen (www.hautau.biz), oder einfach selbst ausprobieren. Was essen Sie lieber und was essen Sie eher weniger – was fehlt dann? Der beste Weg ist es, wenn Sie regelmäßig etwas „naschen“ – idealerweise ca. 3 Kilo Obst und Gemüse in kleinen Häppchen pro Tag. Das verträgt der Körper besser als drei bis vier große Mahlzeiten am Tag. Und natürlich soll es schmecken! So bekommt Ihr Darm einen Ausgleich der Bakterien und ein Vielfaches an Nährstoffen. Sie werden den Unterschied merken.

Viel Erfolg!

Von Martina Hautau
www.martinahautau.de/

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