Die meisten Badeunfälle ereignen sich erfahrungsgemäß in den Sommermonaten Juli und August. Unbedachte Sprünge in unbekannte Gewässer, Unkenntnis und Selbstüberschätzung sind die häufigsten Ursachen für Unfälle im und am Wasser.
Fachleute des DLRG, der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, warnen sogar vor dem „leichtsinnigen Sprung in den Rollstuhl“. Gerade der Kopfsprung in Seen kann tragisch enden: Wer kopfüber in zu flache Gewässer springt, riskiert Schäden an der Halswirbelsäule und im schlimmsten Fall sogar eine Querschnittslähmung. Doch auch das Überschätzen der eignen Kraft und des eigenen Könnens können Schwimmer in Gefahr bringen.
Auch viele Erwachsene können nicht richtig schwimmen
Wer sich durch koordinierte Arm- und Beinbewegungen über Wasser halten kann, gilt noch lange nicht als sicherer Schwimmer. Erst wer 15 Minuten lang problemlos sicher schwimmen kann, gilt als guter Schwimmer – und 15 Minuten können sehr lang sein, besonders wenn unerwartete Strömungen dem Schwimmer besonders viel Kraft abverlangen. Gefährdet sind allerdings nicht nur Kinder, die ihre Energie nur schwer dosieren können. Auch viele Erwachsene können heute nicht oder nur unzureichend schwimmen und begeben sich dadurch schnell in Gefahr. Die Gründe für viele Nichtschwimmer unter den Erwachsenen sind vielseitig, oft aber haben sie in der Jugend nie wirklich gelernt, ausdauernd zu schwimmen. Diesem Trend soll mit immer mehr Schwimmkursen für Erwachsene entgegen gewirkt werden, denn oft genieren sie sich, selbst öffentlich zu üben. Dabei lässt sich das richtige Schwimmen im Alter genauso gut lernen wie in jungen Jahren. Kurse werden von der DLRG, Schwimmbädern oder anderen Vereinen angeboten. Oft auch als reine Frauen oder Männer Kurse.
Tipps rund um den Besuch im Schwimmbad oder das Plantschen im Baggersee
Egal ob Sie ein guter oder weniger guter Schwimmer sind, es gibt Regeln, an die sich alle halten sollten, um Gefahren vorzubeugen und allen einen schönen und unfallfreien Besuch im Schwimmbad oder am Baggersee zu garantieren:
- Mit Gegebenheiten des Sees oder der Beckens bekannt machen.
- Vor dem Schwimmen abduschen und das Wasser sofort verlassen, sobald man friert.
- Sprünge nur wagen, wenn das Wasser tief genug ist.
- Nicht bei Gewitter oder Regen unter freiem Himmel baden.
- Rücksicht auf andere, besonders auf Kinder, nehmen.
- Nach dem Baden Abtrocknen.
- Nicht nach Hilfe rufen, wenn man sich nicht in Gefahr befindet.
- Kraft und Ausdauer nicht überschätzen.
- Unbekannte Ufer bergen Gefahren.
- Als Nichtschwimmer nur bis zur Brust ins Wasser gehen.
- Niemals mit vollem oder ganz leeren Magen ins Wasser gehen.
- Schifffahrtswege, Brückenpfeiler oder Schleusen sind keine Badezonen.








