Ayurveda-Ernährung
Diät & gesunde Ernährung, Ernährung | No Comments | 5 November 2007
Ayurveda ist eine der ältesten, heute noch angewandten Gesundheitslehren. Ursprünglich aus Indien stammend, findet die Lehre auch immer mehr Anhänger in Europa.
Der Name „Ayurveda“ setzt sich aus Ayur = das Leben und veda = das Wissen zusammen – so ist schnell klar, mit was sich Ayurveda auseinander setzt: Dem Wissen für ein langes und gesundes Leben. Ein Teil der ayurvedischen Lehre ist die Ernährungslehre Annavijnana. Sie steht weniger für eine kurzfristige Diät zum schnellen Verlust von Körperfett, als vielmehr für eine dauerhafte Umstellung der Ernährung nach ayurvedischen Grundsätzen. Eine gewisse Vorkenntnis der Ayurveda-Grundlagen sind hier sicherlich von Vorteil.
Die Ayurveda-Kur als Grundlage eines gesunden Körpers
Crashdiäten, FdH oder Diätdrinks versprechen große Erfolge bei der Fettreduktion, bringen aber meist nur kurzfristige Erfolge. Wird nach der Diät-Phase wieder „normal“ gegessen, stellt sich schnell der so genannte Jojo-Effekt ein und die Waage zeigt plötzlich mehr an als vor der Diät. Eine ausschließlich diätische Kost über einen längeren Zeitraum zu sich zu nehmen, kann nicht nur ziemlich einseitig sondern auch gefährlich sein, da der Körper eventuell nicht mit ausreichend Nährstoffen versorgt wird. Für eine dauerhafte Umstellung der Ernährung bietet sich Ayurveda an, die auch langfristig nicht zu Mangelerscheinungen führt.
Wie der ayurvedische Speiseplan aussieht, bestimmt in erster Linie die Lebensenergie, die in jedem Menschen ist und in drei Grundtypen eingeteilt ist: Vata, Pitta und Kapha. Sie bestimmen die Zusammensetzung der Ernährung. Die Ayurveda-Diät lehrt zudem, welche Nahrungsmittel bei welcher Stoffwechselaktivität, zu welcher Tages- und Jahreszeit, bei welchen Krankheiten, welchen Ess- und Lebensgewohnheiten und welchem Alter optimal sind. Die ayurvedische Ernährung setzt sich hauptsächlich aus frischer, lakto-vegetabiler Kost (pflanzliche Nahrungsmittel und Molkereiprodukte) zusammen und setzt auf kräftige Gewürze wie Pfeffer, Chili, Knoblauch, Ingwer und Paprika. Sie enthalten Capsaicin und fördern den Schlackenabbau im Körper.
Natürliches und gesundes Essen führt nach ayurvedischer Lehre zu einem gesunden Geist, der die Basis eines langen Lebens sein soll. Neben den Grundtypen der Lebensenergien und Gewürzen, bestimmt allerdings auch noch der Geschmack, was auf den Speiseplan kommt und was nicht. Die Ernährungslehre nach Ayurveda kennt sechs Geschmacksrichtungen: süß, sauer, salzig, scharf, herb und bitter. Bittere und herbe Nahrungsmittel schließen die Poren der Mundschleimhaut und verringern den Speichelfluss – Folge: Das Hungergefühl ab. Süßes und salziges fördert den Appetit und sollte deshalb nur selten auf dem Speiseplan stehen. Alle Geschmäcker sollten jedoch einmal am Tag konsumiert werden, um die Geschmacksnerven zu befriedigen.
Die erste Reaktion des Körpers auf die Ayurveda-Ernährung ist die Entwässerung, im zweiten Schritt folgt die Entschlackung. Körperdepots in Form von Fettsäuren und Cholesterin in den Blutbahnen und Schlacken im Gewebe und Bindegewebe werden abtransportiert. Erst als dritte Reaktion beginnt der Fettabbau.
Auch bei dieser Form der Nahrungsumstellung gilt: Bewegung unterstützt den Effekt. Allerdings raten Experten, auf extreme Sportarten zu verzichten. Yoga, Walken, Rad fahren oder Inline-Skaten sind optimal für den langsamen Muskelaufbau. In Kombination von Meditation und Ayurveda Massagen wird die ayurvedische Ernährung zu einem Erlebnis für Körper und Geist.










Dein Kommentar