Das Haupthaar wird sowohl bei Männern, als auch bei Frauen seit jeher als Symbol für Kraft, Gesundheit und Erotik angesehen. In den meisten Kulturen ist nur volles, glänzendes Haar schön – der Verlust der Haare kann, besonders für Frauen, zu einem sehr belastenden Problem werden.
Wird ein übermäßiger Haarausfall bemerkt, heißt es: „Handeln und den Haarausfall stoppen!“ Erst einmal verlorene Haare kommen in den wenigsten Fällen zurück. Und eine erfolgreiche Behandlung ist nur möglich, wenn die Ursachen bekannt sind. Zögern Sie also nicht, Ihren Haus- und Hautarzt aufzusuchen.
Unterschiedliche Formen des Haarausfalls
Der Verlust von 40 bis 100 Haaren täglich ist völlig normal. Verlieren Sie Tag für Tag mehr als 100 Haare oder verabschieden sich die Haare nur in bestimmten Arealen der Kopfhaut, kann das einer der folgenden Gründe haben:
Erblich bedingter Haarausfall: Beim erblich bedingten Haarausfall (androgenetischer Haarausfall) reagieren die Haarwurzeln besonders empfindlich auf das männliche Geschlechtshormon Testosteron und dessen Abbauprodukt Dihydrostestosteron, kurz DHT. Die Wachstumsphase der Haare verkürzt sich in Folge schrumpfender Haarfollikel. Die nachwachsenden Haare werden immer kürzer und dünner, bis schließlich keine Haare mehr gebildet werden können.
Kreisrunder Haarausfall: Männer und Frauen sind vom kreisrunden Haarausfall (Alopecia areata) gleichermaßen betroffen. Die Ursachen für diese Art des Haarverlustes sind medizinisch noch nicht endgültig geklärt. Man geht davon aus, dass Immunzellen ihre Aktivität nicht mehr gegen Viren, Bakterien und Pilze, sondern gegen die Haarwurzeln richten und diese abstoßen. Worauf dieses Verhalten beruht, ist völlig unklar. Kreisrunder Haarausfall verschwindet oft jedoch genauso plötzlich, wie er aufgetreten ist.
Diffuser Haarausfall: Er tritt hauptsächlich bei Frauen auf und bewirkt dünner werdendes Haar am ganzen Kopf. Gründe können Hormonschwankungen, Eisenmangel, eine Schilddrüsenerkrankung, Infektionen oder Stress sein.
Was Sie tun können, um den Haarausfall zu stoppen
Haarausfall ist in jedem Fall keine Krankheit, die Sie hinnehmen müssen. Vergeuden Sie keine Zeit mit angeblichen Wundermitteln, Pillen und Tabletten. Sprechen Sie das Problem bei Ihrem Haus-, besser noch beim Hautarzt an und lassen Sie die Ursache für den Haarausfall ergründen, um schnell eine optimale Therapie beginnen zu können. Schnelles Handeln ist besonders deshalb angesagt, da meist nur das noch vorhandene Haar erhalten werden kann, bereits ausgefallenes aber nicht zurück gebracht werden können. Um den erblich bedingten Haarausfall zu behandeln empfehlen sich Tinkturen, die auf die Kopfhaut aufgetragen werden und das noch vorhandene stabilisieren. Nach drei Monaten zeigen sich meist die ersten Erfolge – das Absetzen des Medikaments führt aber unweigerlich wieder zum Haarausfall. Nach dem Beenden der Therapie stellt sich der gleiche Zustand wie vor der Behandlung ein. Die Anwendung muss also ein Leben lang fortgeführt werden. Die Behandlung des kreisrunden Haarausfalls gestaltet sich besonders schwierig, da seine Ursachen kaum geklärt sind. Meist wird versucht, das Immunsystem, das als Verursacher des Haarausfalls vermutet wird, zu unterdrücken. Im Gegensatz zum kreisrunden Haarausfall sind die Ursachen des diffusen Haarausfalls bekannt, weshalb er gut behandelt werden kann. Hier steht die Beseitigung der ursächlichen Erkrankung bzw. der Mangelerscheinung im Vordergrund. Besprechen Sie eventuelle Therapie-Möglichkeiten jedoch unbedingt mit Ihrem Arzt und lassen Sie sich nicht von Ammenmärchen und Mythen unter Druck setzen: Tägliches Waschen und föhnen fördert nicht den Haarverlust, Färben und Bleichen setzt dem Haar zwar zu, ist aber selten der Auslöser für Haarausfall und die Anzahl der Haarfollikel kann durch kein Mittelchen der Welt erhöht werden, ihre Anzahl ist genetisch vorprogrammiert. Nehmen Sie das Problem ernst und holen Sie den Rat eines Fachmannes ein – alles andere kostet nur unnötig viel Zeit und vor allem Geld.








