Nachdem wir Ihnen in der vergangenen Woche hilfreiche Tipps für eine möglichst stressfreie Vorbereitung auf das Weihnachtsfest gegeben haben, möchten wir Ihnen in dieser Woche schöne Sitten und Bräuche rund um die Vorweihnachtszeit vorstellen.
Der Adventskalender
Besonders beliebt bei den Kindern ist der Adventskalender. Er soll mit süßen Überraschungen und kleinen Geschenken das Warten auf Weihnachten verkürzen. Die Auswahl an Kalendern ist dabei riesig. Der Handel bietet einfache Schokoladen-Adventskalender genauso an, wie etwas aufwendigere mit kleinen Geschenken. Auch für Erwachsene gibt es Kalender zum Beispiel mit kleinen Duft- oder Warenproben. Besonders liebevoll ist natürlich immer noch ein selbst gebastelter Adventskalender, in dem neben Süßigkeiten auch Geschenke mit persönlichem Hintergrund verborgen sind. Die Idee des Adventskalenders ist gerade einmal 100 Jahre alt. Ein evangelischer Verleger aus München brachte 1903 den ersten Adventskalender auf den Markt. Nicht einmal zwanzig Jahre später war der Adventskalender international bekannt.
Der Adventskranz
Schon etwas älter ist der Adventskranz, der bereits 1833 erstmals in einer diakonischen Erziehungsanstalt in Hamburg erleuchtete. 24 Kerzen leuchteten damals für bedürftige und heimatlose Kinder und Jugendliche. Zwanzig kleinere für die Werktage und vier größere für die vier Adventssonntage. Später setzte sich in den vorwiegend protestantischen Haushalten die heute bekannte Version mit den vier Kerzen für jede Adventwoche durch. In katholische Haushalte hielt der Adventskranz erst nach dem zweiten Weltkrieg Einzug.
Die Barbarazweige
Barbarazweige sind die Zweige von Obstbäumen, die am Gedenktag der Heiligen Barbara, dem 04. Dezember, geschnitten und an einem warmen Ort in eine Vase gestellt werden. Barabarzweige sind meist die Zweige von Kirschbäumen – aber auch die zweige von Apfel-, Birnen-, Pflaumen- oder Lindenbäumen werden gerne genutzt. Wer die Zweige Anfang Dezember in der Wohnung in Wasser stellt, kann sich an Weihnachten an grünen, blühenden Zweigen erfreuen.
Der Weihnachtsmarkt
Ein weihnachtlicher Markt darf als Brauch in der Vorweihnachtszeit einfach nicht fehlen. Bis ins 13. Jahrhundert lässt sich die Historie von Jahrmärkten um die Weihnachtszeit zurück verfolgen. Damals wie heute sind die beliebtesten Verkaufsartikel handgearbeitetes Spielzeug, weihnachtliche Dekorationen, Stollen und Gebäck. Die wohl schönsten und bekanntesten Weihnachtsmärkte sind der Christkindlemarkt in Nürnberg und der Striezelmarkt in Dresden. Vielerorts sind die Märkte in großen Städten gemütlicher Treffpunkt und oft sogar touristische Attraktion.
Bild: © Marco Barnebeck (Telemarco)/Pixelio








