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Die Grammy-Verleihung 2008

Es war die Nacht der Nächte. In Los Angeles wurden zum 50. Male die Grammys verliehen. Beim „Musik-Oscar“ machten in diesem Jahr allerdings nicht nur die Stars auf dem roten Teppich von sich reden, sondern auch die, die gar nicht da waren.

Zum einen ist das Michael Jackson, der als Special Guest angekündigt wurde, dann aber doch nicht erschien und zum anderen ist es Amy Winehouse, die britische Skandal-Soul-Sängerin, die mit fünf Auszeichnungen die absolute Gewinnerin des Abends ist.

Warum Jacko, der für die Neuauflage seines Albums ‘Thriller’ anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Platte werben wollte, dann doch nicht da war, bleibt ein Rätsel. Bis kurz vor der Live-Übertragung warb der Fernsehsender CBS mit dem Auftritt Michael Jacksons. Warum Preisträgerin Amy Winehouse nicht da war, ist hingegen klar. Ihre Alkohol- und Drogenexzesse zwangen sie, die Verleihung des wichtigsten Musikpreises via Satellit zu verfolgen. Ende der letzten Woche meldete die Klatschpresse, die US-Botschaft in London verweigere der Soul-Diva das Visum zur Einreise in die Vereinigten Staaten. Wer wegen Drogenmissbrauchs aktenkundig geworden ist, erhält keine Einreise-Erlaubnis in die USA – da machten die Behörden auch bei Amy Winehouse keine Ausnahme. Zwar habe sie im letzten Moment doch noch ein Visum erhalten, aus logistischen Gründen hätte sie ihre Teilnahme jedoch dennoch absagen müssen. So so, aus logistischen Gründen. Schade, denn ihren Triumph hätte sie wohl gerne live miterlebt. In sechs Kategorie, unter anderem „Bester Song“, „Newcomerin des Jahres“ und „Bestes Album“, war Winehouse nominiert – fünf Grammys konnte sie abräumen. Lediglich in der Kategorie „Bestes Album“ wurde sie von Herbie Hancock geschlagen. Live zugeschaltet bedankte sie sich jedoch sichtlich gerührt.

Live vor Ort, aber weniger gut gelaunt, war US-Rapper Kanye West, der aus acht Nominierungen eine Bilanz von vier Auszeichnungen ziehen konnte. Seine Dankesrede war zu lang und ausufernd, so dass die Ansprache an seine erst kürzlich verstorbene Mutter der Pausenmusik zum Opfer fiel. Kanye West war sichtlich genervt. Dennoch zollte er seiner Mutter mit seiner Frisur Tribut: West hatte sich ein großes ‘MAMA’ in die Haarpracht scheren lassen.

Kayne West und Amy Winehouse sind also die großen Gewinner der diesjährigen Grammy-Verleihung. Gerade für letztere könnte das doch ein besonderer Ansporn sein, nun endlich nur noch mit ihrer Soul-Stimme statt mit ausschweifenden Drogenexzessen Schlagzeilen zu machen. Übrigens: Das Klassik-Album ‘Brahms: Ein Deutsches Requiem’ unter der Leitung von Sir Simon Rattle erhielt ebenfalls einem Grammy für die beste Chor-Aufführung. An der Aufführung wirken auch die Berliner Philharmoniker mit.

Was denken Sie über die diesjährigen Grammy-Verleihung und vor allem über die Preisträger? Schreiben Sie mir, ich freue mich über Ihre Post.
Heidi.langenbaum@schoenheits-experten.de

Bleiben Sie schön,

Ihre Heidi Langenbaum

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