Muttertag ist der Feiertag, an dem die Mütter und die Mutterschaft geehrt werden. In der westlichen Welt hat er sich im 20. Jahrhundert eingebürgert und findet am 2. Sonntag im Mai statt.
11. Mai? Ihr Kalender behauptet, der Muttertag sei schon am 04. Mai? Das kann sein, denn in diesem Jahr gab es etwas Verwirrung um den Tag der Mütter. Richtig ist, dass der Muttertag immer am zweiten Sonntag im Mai gefeiert wird – in diesem Jahr ist das allerdings der Pfingstsonntag, an dem eigentlich keine Geschäfte öffnen dürfen. Kurzerhand wurde überlegt, den Muttertag um eine Woche vor zu verlegen, um Bäckern, Blumenhändlern und Co. die Möglichkeit zu geben, ihre Läden zu öffnen. Viele Kalenderhersteller hatten das als beschlossene Sache angesehen und den Muttertag auf den 04. Mai datiert. Dank einer Ausnahmeregel für die Ladenöffnungszeiten am Pfingstsonntag darf nun doch am 11. Mai gefeiert werden. Das Problem, das Pfingsten und Muttertag auf einen Tag fallen, wird erst wieder 2035 auftreten.
Die Idee, alle Mütter auf der Welt mit einem besonderen Tag zu ehren, gab es schon im 13. Jahrhundert in England, in welchem der Sonntag Laetare als „mothering sunday“ gefeiert wurde, einem Tag, an dem man der Mutter Kirche für ihre Mutterschaft dankte und infolgedessen auch der leiblichen Mutter. An diesem Tag besuchten auswärts lebende Kinder ihre Eltern und bedankten sich mit kleinen Geschenken bei der Mutter.
Nachdem die Frauenrechtlerin und Schriftstellerin Julia W. Howe 1872 öffentlich einen offiziellen Feiertag für die amerikanischen Mütter forderte und Anna Jarvis am 9. Mai 1907 zum Todestag ihrer eigenen Mutter eine Initiative für die Einführung eines offiziellen Feiertags zu Ehren der Mütter gestartet hatte, wuchs die Bewegung auch in den USA rasch an. Der Amerikanische Präsident Wilson verkündete bereits am 8. Mai 1914, dass man in den USA in Zukunft am zweiten Sonntag im Mai öffentlich Ausdruck für die Liebe und die Dankbarkeit zeigt, die den Müttern des Landes gebührt. Dieser Muttertag schwappte dann auch schnell nach Europa rüber. In Deutschland wurde der Muttertag schließlich im Jahre 1922 durch den Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber etabliert. Der Geschäftsführer Rudolf Knauer bereitete am 13. Mai 1923 den Weg zum Muttertag, mit Plakaten in Schaufenstern („Ehret die Mutter“), kleinen Werbekampagnen und Veranstaltungen.
Wie um jedem Feiertag haben sich auch um den Muttertag verschiedene Bräuche entwickelt. Neben dem Brauch zu Ehren der Mutter eine farbige Nelke und zu Ehren der verstorbenen Mutter eine weiße Nelke zu tragen, gibt es auch die Muttertagskarten (heute sogar für Stiefmutter oder gar Großmutter). Mittlerweile ist die Auswahl an Muttertagsgeschenken längst nicht mehr nur auf Kleinigkeiten beschränkt. Der absolute Renner sind natürlich Blumen, Parfum oder Pralinen. Doch das, was an diesem Tag zählen sollte sind nicht die Geschenke, sondern der Gedanke. Das schönste für eine Mutter ist, inmitten der Familie einen schönen Sonntag zu verleben und sich zur Abwechslung mal zurücklehnen und sich verwöhnen zu lassen. Denn auch kleine Aufmerksamkeiten erfreuen das Mutterherz.








