Kosmetik – was ist drin?
Kosmetik | No Comments | 2 Juni 2008
Ein Leben ganz ohne Kosmetik, also ohne Seife, Shampoo, Zahnpasta, Deo und Pflegecreme, ist wohl für die meisten Menschen undenkbar. Kosmetika sind selbstverständliche Begleiter unseres Alltags geworden.
Herausragende Inhaltstoffe werden besonders, häufig bereits im Produktnamen selbst, beworben. Mineralien, Vitamine, Kokosmilch und vielen anderen Begriffen begegnet man, bei einem Bummel durch die Drogerie, genauso wie zahlreichen zusätzlichen Versprechen. Mit Hautschutz, Insektenschutz, Sonnenschutz, Hautpflege und Hautdekoration wurde auch schon im alten Ägypten geworben. Milch, Honig, Teig, allerlei Öle, Malachitpulver, Bleiglanzpuder, Zinnober, Fett-Asche-Gemische und Erdfarben waren zu dieser Zeit die beliebtesten Stoffe. Doch schaut man sich die Ingredienzen der heutigen Produkte einmal näher an, dann entpuppen sich diese als wahre Geheimcodes. Zwar sind seit 1999 nur noch alle lateinischen Namen zugelassen, die in der INCI Nomenklatur (International Nomenclature of Cosmetic Ingredients) aufgelistet werden, doch für den Verbraucher ist dies nur eine geringe Hilfe. Die Namen sind oft zu fremd, die dahinter stehenden Inhalte zu abstrakt. Und, trotz gesetzlicher Regelung und einheitlicher Deklaration enthalten immer noch viel zu viele Kosmetikprodukte kritische, bedenkliche, potenziell allergische oder schädliche Inhaltsstoffe.
Große Versprechen
Eine der teuersten Augencremes enthält den Inhaltsstoff Carbomer, einen chemischen Gelbildner, der laut Untersuchungen Rückstände von Lösungsmitteln wie Benzol besitzt. Solche Erdölprodukte sind für den Organismus nichts anders als Chemiemüll. Sie reichern sich im Gewebe an, irritieren die Schleimhäute und die Haut, verschließen die Poren und beeinträchtigen damit die Hautatmung. Allergien und Entzündungen sind oftmals die Folgen.
Nicht viel anders sieht es leider auch bei einigen altbekannten Cremes aus. Grund sind auch hier der hohe Anteil an Erdölprodukten wie Paraffinen und Silikonen sowie an Konservierungsstoffen wie Formaldehyd-Verbindungen und Emulgatoren wie PEG-Derivate.
Gute Kosmetik
Zu guter Kosmetik gehören unbedenkliche Stoffe. Allen voran Liposome und Glycerin, die die Wirkstoffe tiefer in die Haut transportieren, damit diese dort ihre ganze Wirkung entfalten können. Wie beispielsweise Jojoba-Öl oder Sheabutter, die die Haut schützen und einen glättenden Effekt haben. Antioxidantien wirken freien Radikalen entgegen und Provitamin B5 wirkt feuchtigkeitsspendend.
In jedem Fall gilt, dass eine gute Kosmetik in allem die gesunde Haut zum Vorbild haben sollte. Die Barriereschichten und das Hautoberflächenfett bestehen chemisch gesehen aus Triglyceriden, Wachsester, Fettsäuren, Squalen, Diglyceriden, Cholesterinester, Cholesterin, Ceramiden und Phosphatidylcholin.
Wenn Sie diese Begriffe auf der Verpackung lesen, brauchen Sie also keine Bedenken zu haben. Im Gegenteil, daran erkennen Sie, dass sich der Hersteller bemüht, der Haut genau das zu geben, was sie braucht.










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