Unreine Haut ist leider kein Problem, das sich nach der Pubertät in Luft auflöst. Auch jenseits der 20 und auch der 30 plagen viele Frauen Pickelchen und Mitesser.
Der Kosmetik-Markt hat reagiert und spezielle Produkte für unterschiedliche Zielgruppen entwickelt. „Wirkung ja, Wunder nein und ein zu hoher Preis“ ist das ernüchternde Ergebnis einer Untersuchung der Stiftung Warentest im Jahr 2006.
Doch auch ohne professionelle Studie merkt der Kunde schnell, dass die Produkte alles andere als günstig sind. Stiftung Warentest weist zudem darauf hin, dass der Pickel, mit oder ohne Creme oder Tinktur, Zeit zum Abheilen benötigt. Über Nacht verschwinde keine Pickel. Und bei Härtefällen hilft ohnehin nur der Gang zum Hautarzt, der mit Medikamenten gegen die Akne vorgehen kann.
Den Pickeln zu Leibe rücken
Oberstes Gebot bei unreiner Haut ist Hygiene. Nach einem stressigen Arbeitstag noch geschminkt ins Bett fallen, ständig mit den Händen das Gesicht anfassen oder an den Entzündungen herum spielen sollte absolut tabu sein. Wer zu Pickeln und unreiner Haut neigt, sollte das Gesicht am Morgen und am Abend mit einem sanften Waschgel reinigen und besonders am Abend darauf achten, alle Make-Up Reste zu entfernen. Das Gesicht danach nicht mit dem Handtuch trocken rubbeln, sondern lieber sanft abtupfen – das strapaziert die Haut weniger. Die Haut mehrmals täglich zu reinigen und sie regelrecht mit Reinigungsmitteln zu bearbeiten, schadet sicherlich mehr, als das es hilft. Zu häufiges Waschen mit zu aggressiven Seifen beeinträchtigt die natürliche Schutzfunktion der Haut und macht sie anfälliger für Bakterien und Schmutz. Zum Reinigen und Pflegen der Haut eigenen sich besonders Produkte mit Teebaumöl, Manukaöl, Heilerde oder Salz des Toten Meeres. Auch Aloe Vera, Zink und Kamille wirken sich sehr positiv auf kleine Entzündungen aus.
Party, Zigaretten und Alkohol – die natürlichen Feinde einer gesunden Haut
Der Lebensstil ist nicht zuletzt auch beteiligt am Zustand der Haut. Zu wenig Schlaf und regelmäßiger Alkoholkonsum ziehen die Haut in Mitleidenschaft. Besonders das Rauchen ist für unsere Haut echtes Gift. Auch wenn die meisten Raucher das genau wissen, hier noch einmal die wichtigsten Fakten: Raucher bekommen früher und stärkere Falten. Kollergen, das für eine straffe Haut sorgt, wird schneller abgebaut und nur langsam nachgebildet. Die Hauterneuerung wird verlangsamt und die Hautalterung somit beschleunigt. Zigaretten-Konsum verschlechtert das allgemeine Hautbild und mindert die Durchblutung, was die Haut fahl und grau erscheinen lässt. Das Internet-Portal Aknewelt.de zitiert in diesem Zusammenhang das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg, das auf eine Studie von US-Wissenschaftler hinweist, in der es heißt, dass Raucherhaut schneller runzlig, gelblich schimmernd und zerknittert wird. Der Zigarettenkonsum führe in der Haut zu einem Abbau des Eiweißstoffes Elastase, der die Haut stütze und stabilisiere. Wer seine unreine Haut also nicht allein mit Pflege und Hygiene in den Griff bekommt, sollte vielleicht auch seinen Lebensstil überdenken.








