Ernährungsmodelle
Diät & gesunde Ernährung, Ernährung | No Comments | 6 Juni 2008
Es gibt nur wenige Themen, über die so große Uneinigkeit herrscht, wie das der optimalen Ernährung. Auf der einen Seite muss sie natürlich gesund sein, aber zudem soll sie satt machen und in vielen Fällen auch noch eine Gewichtsreduktion herbeiführen.
Einige der bekanntesten Ernährungsmodelle und ihre Wirkungen haben wir hier einmal zusammengestellt.
Verzicht auf Kohlenhydrate
Eine Ernährung mit möglichst wenig Kohlendraten ist wahrscheinlich schon vielen in Form der “Glyx” oder “Low Carb” Diät über den Weg gelaufen. Verfechter dieser Ernährungstheorie empfehlen eine kohlenhydratarme Kost, damit die Bauchspeicheldrüse weniger Insulin an das Blut abgibt, was ansonsten zu einem absinken den Blutzuckerspiegels führen würde, der wiederum einen frühzeitigen Hunger anrege. Doch es gibt auch starke Argumente gegen diese Ernährungsform: Bereits nach wenigen Wochen der Diät beginnen die Blutwerte, sich negativ zu verändern. Ohne Kohlenhydrate beginnt der Vitamin B6- und Folsäure-Spiegel im Körper zu sinken, was schließlich zu einem Abbau von Homocystein führt. Dieser fördert schließlich das Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Krankenheiten.
Verzicht auf Fett
Dem Wort Fett haftet meist eine durchweg negative Bedeutung an. Gerade in der heutigen Zeit wird diese Tatsache extrem für Werbezwecke eingesetzt – Schlagwörter wie “fettreduziert”, “fettarm”, “fettfrei” stehen für eine angeblich besonders gesunde und „schlanke“ Ernährung. Doch Fette erfüllen auch zahlreiche wichtige Aufgaben, ohne die der Körper nicht einwandfrei funktionieren kann. So helfen Fette Körperwärme zu speichern und halten für extreme Situationen notwendige Energie bereit. Auch wirkt Fett als eine Art Stoßdämpfer für innere Organe, wie beispielsweise den Nieren. Im Hinblick auf den Nährstoffhaushalt des Körpers sind Fette ebenfalls unverzichtbar, da bestimmte Vitamine nur in Verbindung mit ihnen dem Körper vollends zu Gute kommen können.
Eiweißarme Ernährung
Wie so oft gilt auch hier, dass zu viel des Guten genauso schlecht ist wie zu wenig. Ist ersteres der Fall, werden zu viele Kalorien aufgenommen und zusätzlich schlägt sich eine hohe Eiweißzufuhr im Cholesterinspiegel nieder, dessen negative Eigenschaften seit langem bekannt sind. Eine eiweißarme Ernährung hingegen wirkt sich in einer ganz anderen Richtung aus. Wenn dieser Mangel beispielsweise während der Schwangerschaft vorherrscht, bleibt das Risiko, dass das Kind unter Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen leidet, noch Jahrzehnte nach der Geburt erhöht.
Ausgewogene Ernährung
Es ist wohl einleuchtend, dass man um eine ausgewogene Ernährung nicht herum kommt. Um diese zu realisieren, kann das Modell der Lebensmittelpyramide zur Hilfe genommen werden. Seit einigen Jahren hat sich ein dreidimensionales Format dieser Pyramide durchgesetzt. Dabei finden sich Produkte wie Obst, Gemüse, Fisch, fettarme Milchprodukte, mageres Fleisch, Rapsöl, Trink- und Mineralwasser in der Basis der Pyramide wieder und sollten somit auch grundlegend in der täglichen Ernährung sein. Weniger wertvolle Produkte wie Fleischwaren, Eier, Butter, Schmalz, Süßigkeiten, Limonaden oder Energydrinks stehen an der Spitze der Pyramide und sollten nur sparsam verwendet werden. Eben diese Ausgewogenheit macht es möglich abzunehmen und das Gewicht langfristig zu halten. Und vor allen Dingen schlägt sich diese Form der Ernährung in der Gesundheit und im allgemeinen Wohlbefinden nieder.










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