Schönheitsmakel Nase: Ist sie zu groß, zu breit, hat einen Höcker oder ist schief, stört sie die Symmetrie und Harmonie des Gesichts und führt nicht selten zu Minderwertigkeitskomplexen oder einem geringen Selbstwertgefühl.
Eine Nasenkorrektur – die sogenannte Rhinoplastik – ist deshalb eine der beliebtesten Schönheitsoperationen, auch wenn sie ein sehr anspruchsvoller Eingriff ist. Doch nicht nur aus kosmetischer Sicht ist die Nasenkorrektur eine gefragte Operation, bestimmte Nasenmerkmale können auch die Funktionalität der Nase einschränken: Eine schräg stehende Nasenscheidewand, zu große Nasenmuscheln oder eine Verschmälerung der Nasen-Rachen-Verbindung können die Atmung stark beeinträchtigen. Auch diese Probleme können chirurgisch behoben werden.
Voraussetzungen für eine Nasenkorrektur
Eine Nasenkorrektur kann erst durchgeführt werden, wenn die Nase ausgewachsen ist. Das ist bei Mädchen mit ungefähr 16 Jahren der Fall, bei Jungen mit etwa 18 Jahren. Um zu einem zufriedenstellenden Ergebnis zu gelangen, muss die Nase auf jeden Fall in Harmonie mit dem Gesicht modelliert werden – nicht jede Nase passt in jedes Gesicht. Ästhetische Nasenkorrekturen werden durch das Bearbeiten von Knochen und Knorpel vorgenommen. Die Operation dauert gewöhnlich etwa ein bis zwei Stunden, in denen der Patient unter Vollnarkose steht. Die Hautschnitte werden im Naseninnern oder am Nasensteg gemacht, damit keine sichtbaren Spuren bleiben. Der Chirurg modelliert durch diesen Zugang das Knochen- und Knorpelgerüst der Nase und verkleinert oder vergrößert sie, korrigiert die Form des Nasenrückens sowie des Naseneinganges mit den Nasenflügeln und den Nasenlöchern oder passt die Länge der Nase und den Winkel zwischen Nase und Oberlippe an. Ist ein Aufbau z. B. des Nasenrückens nötig, wird wenn möglich körpereigenes Gewebe – beispielsweise aus der Nasenscheidewand und der Ohrmuschel – verwendet, das nicht abgestoßen wird und sich in Knochen umwandelt.
Nach der Operation muss der Patient ein bis zwei Wochen lang eine Gipsschiene tragen, um die neue Nasenform optimal zu unterstützen. Anfängliche Schwellungen und Blutergüsse klingen in der Zeit ab – ihre endgültige Form hat die Nase allerdings erst nach Monaten.
Mögliche Nebenwirkungen
Natürlich birgt eine Nasenkorrektur, wie jede andere Operation Risiken. So können Schmerzen, Blutungen oder eine Behinderung der Atmung auftreten, durch Nervenverletzungen kann es zu Taubheitsgefühl oder einer Einschränkungen des Geruchsempfindens kommen. In den ersten Wochen nach dem Eingriff kommt es neben Schwellungen und Blutergüssen häufig zu Nasenbluten und Trockenheit der Nasenschleimhaut. Selten treten Infektionen oder wuchernde Narben im Naseninnern auf. Die Kosten für eine Nasenkorrektur liegen zwischen 2.000 und 5.000€ für den Arzt, die Betäubung und den Krankenhausaufenthalt und werden nicht von der Krankenkasse übernommen.








