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Teil 1: Sonnenschutz – Die wichtigsten Antworten

Lesen Sie in unserer zweiteiligen Serie die Antworten zu den wichtigsten Fragen zum Sonnenschutz. Teil 1 in dieser Woche beantwortet die Fragen:

Was sind UV-Strahlen und wie tief dringen sie in die Haut ein?
Welche Schäden können UV-Strahlen in der Haut anrichten?
Was sind UV-B-Strahlen?
Warum sind auch Infrarot-A-Strahlen schädlich für die Haut?
Was bedeutet Colipa Ratio?

Was sind UV-Strahlen und wie tief dringen sie in die Haut ein?
Ultraviolette Strahlen (UV-Strahlen) sind, wie Sonnenstrahlen allgemein, elektromagnetische Wellen unterschiedlicher Länge. Die UV-Strahlen kommen im Sonnenlicht nur zu rund fünf Prozent vor, ihre schädigende Wirkung auf die Haut kann aber erheblich sein. UV-Licht wird nach seiner Wellenlänge in drei Bereiche eingeteilt: UV-C-Strahlen als der kurzwelligste Typ erreichen die Erdoberfläche in kaum messbaren Mengen und sind für die menschliche Haut wenig gefährlich. UV-B-Strahlen sind langwelliger und können bis zur untersten Schicht der Oberhaut vordringen. Noch langwelliger sind die UV-A-Strahlen, sie vermögen durch die Basalzellschicht bis in die Lederhaut einzudringen. Die Haut reflektiert nur einen kleinen Anteil der auftreffenden UV-Strahlen, der größte Teil gelangt in das Gewebe.

Welche Schäden können UV-Strahlen in der Haut anrichten?
Die UV-A-Strahlung ist verantwortlich für Hautalterung und Sonnenallergie. Sie kann bis zur Lederhaut eindringen. Dort zerstört sie die elastischen Fasern des Bindegewebes derart, dass sie ihre Wasserbindungsfähigkeit und damit ihre Elastizität verlieren. Die Haut trocknet aus und altert vorzeitig, es bilden sich Falten. Zudem erreichen UVA-Strahlen in der Lederhaut auch Blutgefäße, die Arzneimittelabbauprodukte enthalten können, z. B. von bestimmten Antibiotika, Antidepressiva, der „Pille“ oder pflanzlichen Arzneimitteln wie Johanniskraut und Baldrian. Mit diesen Abbauprodukten gehen UV-A-Strahlen eine so genannte phototoxische Reaktion ein: Sie verändern die Abbauprodukte, was die Lichtempfindlichkeit der Haut steigern kann. Es kommt zu einem Hautausschlag, der polymorphen Lichtdermatose oder auch „Sonnenallergie“.

UV-B-Strahlen sorgen für Bräune, sind aber auch für Sonnenbrand und Zellschädigungen bis hin zu Hautkrebs verantwortlich. Sie können bis zur untersten Schicht der Oberhaut vordringen. Dort bewirken sie eine schnellere Zellteilung, die nach einigen Tagen die so genannte Lichtschwiele entstehen lässt, eine Verdickung der Hornschicht an der Hautoberfläche. Die Haut kann dann UV-B-Strahlen besser absorbieren und deren Eindringen in die Haut verhindern. Zudem aktiviert die UV-B-Strahlung die Bildung von Melanin, dem hauteigenen Pigment zum Schutz des Zellkerns, das die Haut braun färbt. UV-B-Strahlen können in der Erbsubstanz (DNS) der Hautzellen einzelne Bausteine verkleben. Bis zu einem gewissen Grad repariert der Körper diese Schädigung. Bei intensiver UV-B-Strahlung kann dieser Eigenreparaturmechanismus der Haut die Schäden jedoch nicht mehr vollständig beseitigen. Teilt sich die geschädigte Zelle, gibt sie die Erbinformation nicht mehr korrekt weiter, es können dauerhafte Schädigungen der Haut bis hin zum Hautkrebs zurückbleiben. Diese Schäden entstehen bereits, bevor sich die Haut in der Sonne sichtbar rötet. Sie können auch das Immunsystem unterdrücken und das Wachstum defekter Zellen dadurch verstärken.

Warum sind auch Infrarot-A-Strahlen schädlich für die Haut?
Das Sonnenlicht besteht zu 33 Prozent aus Infrarot-A-Strahlen (IR-AStrahlen). Diese Strahlen beschleunigen die vorzeitige Alterung der Haut, indem sie bis in die Unterhaut eindringen und dort die Hautzellen schädigen. Die IR-A-Strahlen lösen die Produktion übermäßig vieler freier Radikale aus, was wiederum zu einer verstärkten Produktion eines Kollagen abbauenden Enzyms führt. Die Haut kann Feuchtigkeit schlechter speichern, verliert an Elastizität und trocknet schneller aus. Faltenbildung ist die Folge. Ein im Sonnenschutz enthaltener Infrarot-A-Schutzkomplex aus ausgewählten Antioxidantien kann die Zellschädigung stoppen bzw. verhindern.

Was bedeutet Colipa Ratio?
Die Colipa Ratio ist ein EU-weiter Standard für Sonnenschutzmittel, der ab Sommer 2009 verpflichtend ist. Dieser Standard löst dann den heute gebräuchlichen „australischen Standard“ ab. Nach der Colipa Ratio müssen UV-A- und UV-B-Schutz in einem Verhältnis von eins zu drei stehen. Die Absorptionsfähigkeit eines Sonnenschutzes in Bezug auf die UV-A-Strahlung muss also immer ein Drittel des Lichtschutzfaktors (UV-B-Absorption) betragen. Bisher war der UV-A-Schutz vom Lichtschutzfaktor unabhängig. 80 Prozent aller Ladival®-Produkte entsprechen bereits heute den Anforderungen der Colipa Ratio.

Teil 2 der Sonnenschutzserie bringt Antworten zu folgenden wichtigen Fragen:
Warum sollten Menschen mit Sonnenallergie Sonnenschutzmittel mit Emulgatoren meiden?
Wie lange muss ich nach dem Eincremen warten, bis ich in die Sonne darf?
Wie lange darf ich mit Sonnenschutzmittel in der Sonne bleiben?
Warum gibt es Ladival®-Sonnenschutz nur bis Lichtschutzfaktor 50+?
Was ist der Unterschied zwischen synthetischen und physikalischen Filtern?
Wie funktioniert Sonnenschutz von Innen?

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