Immer mehr Kinder haben auch nachmittags Unterricht und daher verfügt auch eine wachsende Zahl an Schulen über Kantinen, in denen die Schüler zu Mittag essen können. Nestlé hat eine Studie über die die Qualität der Ernährung in Schulen unter Schülern und Eltern und deren Einstellung zum Thema durchgeführt. Mit Schrecken erinnere ich mich dabei an die Sendung Jamie’s School Dinners über britische Schüler, die keinen Bissen Gemüse essen wollten, die vor einigen Jahren im Fernsehen lief – und Deutschland scheint ebenfalls auf dem Weg zu solchen Zuständen zu sein.
Für seine erfolgreiche Arbeit an der Verbesserung des Essens in britischen Schulen erhielt Jamie Oliver den TED Prize. 2010 wiederholt er sein Projekt in den USA – und stößt auf noch mehr Widerstand, weint sogar im Fernsehen. Auch in Deutschlands Schulen scheint das Kantinen-Essen alles andere als gesund zu sein, wie Nestlé Deutschland in der aktuellen Studie So is(s)t Schule veröffentlicht. Für die Lesefaulen gibt es einen kurzen Videobericht über die Studie bei TV1.at.
Das Problem liegt zum einen in dem Sparkurs der Schulen, die möglichst billiges Essen anbieten wollen oder müssen, zum anderen in der mangelhaften Aufklärung von Schülern und Eltern über gute Ernährung und die Herkunft der Speisen der Schulkantine. Viele Eltern halten sich für informierter, als sie in Wirklichkeit sind. Für die Schüler zählt vor allem der Geschmack, nicht Vitamine oder Kalorien, wie fressnet schreibt. Die Studie bemängelt, dass Kinder heute weder von ihren Eltern noch in der Schule Kochen und wichtiges Grundwissen über ihre Ernährung erfahren – ein Blogleser stimmt dem zu.
Sogar die Mehrheit der Schüler selbst ist dafür – jetzt sind die Schulministerien gefragt, die Lehrpläne und natürlich auch Speisepläne zu verbessern. Hoffentlich weckt die Studie genügend Aufmerksamkeit, um das in Gang zu bringen.
Quelle/Bild: www.nestle.de








