Ein weiterer Artikel aus unserer Diät Serie. Dieses Mal klären wir darüber auf, wie die Lebensmittelindustrie den Energiegehalt ihrer Produkte verschleiert und wie man mit geschultem Blick kalorienbewusst essen kann.
Warum Kalorien zählen – über den Energiebedarf des Körpers
Viele, die abnehmen möchten, zählen Kalorien. Doch was ist damit eigentlich gemeint? Eine Energiemenge von einer Kalorie ist notwendig, um ein Gramm Wasser um ein Grad Kelvin zu erwärmen, und wird mit cal abgekürzt. Das Kürzel kcal, das wir auf Verpackungen von Lebensmitteln lesen, steht für Kilokalorien. Per Gesetz muss der Energiegehalt von Lebensmitteln in Joule angegeben werden. Da die Menschen jedoch die kleineren Zahlen der Kalorien gewohnt sind – und seien wir ehrlich, auch als weniger erschreckend empfinden – finden sich meist beide Angaben. Unser Energiebedarf in Kilojoule ergibt sich aus unserem täglichen Grundumsatz und zusätzlich dem, was wir für jede Bewegung aufwenden müssen. Sitzen verbraucht nur 72 kcal, schnelles Gehen 350 und Joggen etwa 750, je nachdem, wie intensiv die Tätigkeit ausgeübt wird und auch, wie viel Körpergewicht wir dabei vorwärts bewegen: Eine Frau von 60 kg verbraucht also bei gleichem Tempo auf einer identischen Strecke weniger Kalorien als eine, die 85 kg wiegt. Im Internet gibt es zahlreiche Seiten, die Ihren Grundumsatz sowie den Verbrauch bei unterschiedlichen Tätigkeiten berechnen.
Hohen Kalorien Gehalt in Lebensmitteln erkennen
“Iss die Hälfte”, diese einfache Faustregel hilft nicht wirklich beim Abnehmen, weil sie Heißhunger fördert. Es kommt auch darauf an, wie viele Kalorien in einer Speise stecken und wie viel man davon gewöhnlich zu sich nimmt. Beispielsweise enthalten Tomaten wesentlich weniger Kalorien als die gleiche Gewichtsmenge an Chips. Die Brigitte Diät beherzigt das und empfiehlt Lebensmittel, die bei gleicher Menge weniger Energie als andere vergleichbare Speisen beinhalten. So kann man genug essen, um satt zu werden und dennoch abzunehmen. Man hört oft von “versteckten” und “leeren” Kalorien. Mit den versteckten sind die gemeint, die wir nicht sehen und schmecken können, zum Beispiel in Wurst oder Käse, die meist sehr fettreich sind. Als leere Kalorien gelten die, die wir aus Nahrungsmitteln ohne weiteren Nährwert bekommen: Ketchup und Limonade beispielsweise stecken voller Zucker, liefern aber keine gesunden Mineralstoffe oder Vitamine. Wer diese Lebensmittel erkennt und weitgehend durch Alternativen ersetzt, spart schon viele Kalorien ein. Bei den Getränken geht das sicher am einfachsten: Wasser, ungesüßte aromatische Tees und Fruchtschorlen enthalten weniger Kalorien als Limo und purer Saft. Bevorzugen Sie Süßstoff und fettarme Milch im Kaffee gegenüber Zucker und Kaffeesahne, purzeln die Pfunde schneller.
Wie die Kalorien Angabe von den Herstellern beschönigt wird
Die Menge an Kalorien pro 100 g ist das entscheidende Kriterium. Verlassen Sie sich nicht auf Angaben wie “x Kalorien pro Portion” oder “x Prozent des Tagesbedarfs”, denn sie gehen von unrealistischen Werten aus – wer isst schon nur zwei Stückchen Schokolade oder trinkt bloß 100 ml Cola aus einer großen Flasche? Auch Begriffe können verwirren, denn Fettarmes kann durch einen hohen Zuckergehalt trotzdem viele Kalorien enthalten und ist außerdem oft stärker gesalzen. Produkte mit der Aufschrift Diät sind für Diabetiker geeignet, sie enthalten entweder weniger Industriezucker oder viel Fruchtzucker, müssen aber nicht zwangsläufig arm an Kalorien sein. Lassen Sie sich also nicht blenden, wenn es um Kalorien geht. Die Lebensmittelindustrie verwendet wesentlich mehr Fett und Zucker, als wir es selbst tun würden. Unser Tipp: Bereiten Sie Snacks wie Pizza sowie Jogurt und andere Desserts selbst zu, nehmen Sie wesentlich weniger Kalorien zu sich, ohne auf Genuss zu verzichten. Setzen Sie auf Speisen mit viel Eiweiß, bleiben Sie länger satt und verspüren seltener Heißhunger.








