Das erste Make-Up
Kosmetik | 3 März 2008 | Keine Kommentare »
Erst kürzlich kam eine Untersuchung zu dem Ergebnis, dass schöne Menschen im Job und im Privatleben erfolgreicher sind. Das Streben nach Attraktivität und Schönheit wird jedoch oft kritisch beäugt und als „Schönheitswahn“ verurteilt. Dieser Wahn ist allerdings keine Erfindung der Neuzeit – schon im alten Ägypten war die Optik Ausdruck von Gesundheit und Luxus.
Die heute noch wohl bekanntesten Schönheiten des alten Ägyptens sind Kleopatra und Poppaea. Beide stehen für die Schönheit der Ägypterinnen und beweisen, wie sehr sich schon damals gepflegt und geschminkt wurde. Da sie zu den mächtigsten Frauen gehörten – oder zumindest mächtige Männer geheiratet hatten – hatten sie das Privileg, sich mit besonders pflegenden Substanzen zu verwöhnen: Sie badeten in Eselsmilch, die mit hochwertigen Ölen vermischt wurden und behandelten ihre Haut mit Cremes und Ölen. Bei Ausgrabungen wurden im Grab der Poppaea eine geschminkte Büste und sieben verschiedene Öle und Salben gefunden, die als eindeutige Beweise für den betriebenen Pflegekult gelten.
Wie Sie sehen, haben Frauen schon immer versucht, das Beste aus sich zu machen – Damals wie heute war gutes Aussehen ein Garant für einen sozialen Aufstieg und/oder mehr Anerkennung. Doch während wir uns heute mit pflegenden Cremes und Make-ups verwöhnen, schmierten sich viele Ägypterinnen sogar reizende und sogar giftige Substanzen ins Gesicht. Ein perfektes Make-up bestand 2500 Jahre vor Christus aus Stoffen wie Malachit, Stibium, Kohle, Bleisulfid, Gelanit, schwarzem Eisenoxid und Ocker.
Das Mineral Malachit wurde hauptsächlich als Lidschatten benutzt und tönte die Lider grün. Die Augenbrauen zeichneten Ägypterinnen mit Stibium nach, um einen exakten, dunklen Kontrast zur Haut zu erzielen. Als eine Art Kajalstift dienten Kohle, Bleisulfid, Gelanit und schwarzes Eisenoxid. Und auch Lippenstift gehörte schon damals zum guten Ton: Roter Ocker wurde mit einem Schilfrohrzweig auf die Lippen aufgetragen und damit ein ein schönes Rot getaucht.
Übrigens: Make-up diente den Ägypterinnen nicht nur dazu, um ihre Schönheit zu betonen, sondern auch, um sich vor der Sonne zu schützen.
Eine wunderschöne Woche, wünscht Ihnen
Ihre Carina Patrizia Gerards


