Die Tattooentfernung zählt zu den Eingriffen der plastischen Chirurgie, deren Zahl sich in den letzten Jahren drastisch erhöht hat. 2009 ließen in Deutschland zum Beispiel laut GÄCD etwas über 2.600 Frauen eine Tattooentfernung vornehmen und die Anzahl entspricht etwa der von Korrekturen am Ohr und Brustverkleinerungen. So mancher bereut eine Tätowierung nach Jahren. Man kann die Jugendsünde – sei es ein Arschgeweih, der Name des Ex oder einfach ein Motiv, das schlecht ausgeführt wurde oder nicht mehr zur Lebenseinstellung passt – nicht ungeschehen machen, aber eine professionelle Tattooentfernung löscht die Spuren. Vor Jahren noch bedeutete das im Prinzip, die Haut mittels Dermabrasion abzuschleifen, was hässliche Narben und oft genug Farbreste hinterließ. Alternativ wurden Tattooentfernungen chirurgisch durchgeführt, wobei je nach Gröeße auch eine Hauttransplantation erforderlich war.

Ratgeber Tattooentfernung: nur bei spezialisierten Ärzten lasern lassen

Heute ist die Tattooentfernung durch Laser möglich. Das ist schonend und hinterlässt bei sachgemäßer Durchführung weder Narben noch Farbreste. Allein von 2003 bis 2008 hat sich die Zahl der Laser Tattooentfernungen verdoppelt, wie der Stern berichtet. Diese Zahlen beweisen einerseits, dass immer mehr Menschen den Schritt zur Tätowierung später bereuen, und andererseits die hohe Wirksamkeit und schonende Art der Methode. Für diese Tattooentfernung sind mehrere unterschiedliche Laser notwendig, welche die unterschiedlichen Farbpigmente in der Haut zerkleinern und freisetzen. Diese kleinen Reste werden von der Haut abgebaut, im Idealfall komplett.

Je nach Tiefe und Dichte der Farbe in der Haut sind zwischen drei und zwölf Sitzungen mit jeweils knapp einem Monat Abstand notwendig. Die Tattooentfernung hat jedoch auch Grenzen: Während schwarze Pigmente vollständig abgebaut werden, verblassen rote oft nur.

Laser Tattooentfernung und ihre Kosten und Risiken

Wichtig ist, dass die Haut zum Zeitpunkt der Tattooentfernung möglichst blass ist, da gebräunte Haut durch den Laser geschädigt werden könnte, und dass nach jeder Behandlung der Bereich nach Angaben des Arztes gepflegt werden sollte. Wer sich daran hält und vor allem eine seriöse, auf die Tattooentfernung spezialisierte Klinik aufsucht, wird in der Regel ein sehr gutes Ergebnis erhalten. Der falsche Laser hingegen kann bei der Tattooentfernung Schatten verursachen, daher sind entsprechende Ausrüstung sowie Ausbildung des Arztes wichtig. Schließlich soll die Tätowierung spurlos verschwinden und nicht durch Narben, Pigmentstörungen oder gar Wülste unter der Haut ersetzt werden. Daher sollten Sie keinesfalls bei einer Tattooentfernung hohe Kosten scheuen: Die Preise liegen zwischen 50 und 250 Euro pro Sitzung. Das ist der Preis für eine falsche Entscheidung. Die Deutsche Dermatologische Lasergesellschaft e.V. bietet auf ihrer Homepage eine nützliche Artzsuche.