Jeder, der schon mal eine Diät gemacht hat, kennt dieses Gefühl: Schon der Versuch, den Gedanken an etwas süßes zu verdrängen, endet in einer unbändigen Lust auf Schokolade. Der bekannte Jojo- Effekt ist ebenfalls ein heikles Thema. Jede Zeitschrift preist wöchentlich mindestens eine neue Diät an und jede verspricht ein traumhaftes Ergebnis. Mal isst man viel Eiweiß, mal fast gar nichts, mal zählt man Punkte, mal die Kalorien – doch jedes mal heißt es: DURCHHALTEN!
Dabei sind Süßigkeiten generell nicht schlimm. Es kommt nur auf die Menge und die Art der Süßigkeiten an! Leckereien wie Obst, Trockenobst, Vollkornkekse und Zartbitter-Schokolade sind zum Beispiel durchaus erlaubt. Denn bei diesen Produkten handelt es sich um die kalorienarmen Pendants zu Vollmilchschokolade, Dosenobst oder sahnehaltigen Produkte wie Bonbons. Diese kalorienärmeren Produkte enthalten zusätzlich noch Ballaststoffe, Eiweiß und Fett, die dafür sorgen, dass der Zucker nicht so schnell ins Blut gelangt. Der Effekt: Man bleibt länger satt und um eine Diät durchzuhalten, benötigt der Körper unbedingt Glukose (Zucker), da diese eine wichtige Energiequelle ist. Ohne Glukose sinkt der Blutzuckerspiegel, die Konzentration lässt nach und Heißhungerattacken werden zu einer echten Bedrohung für das Diät-Projekt. Kohlenhydrate aus Gemüse, Vollkorngetreide oder Hülsenfrüchte wandelt der Körper ebenfalls in Glukose um. Diese Lebensmittel halten den Blutzuckerspiegel langfristig stabil.
Hundert Gramm Zucker haben 400 Kalorien
Und das heißt, dass Menschen mit einem Bürojob, sich also wenig bewegen, nicht mehr als 50 Gramm Zucker täglich zu sich zu sich nehmen sollten. Nicht mehr als 10 Prozent der Energie sollte aus Zucker bezogen werden. Um dies zu kontrollieren, sollte man beispielsweise auf Fertigprodukte verzichten, denn in über der Hälfte aller Fertigprodukten ist Zucker in großen Mengen enthalten. Zucker versteckt sich jedoch auch an ganz anderen Stellen: Wer rechnet schon damit, dass eine Leberwurst zu rund drei Prozent aus Zucker besteht oder Tomatenketchup sogar 30 Prozent Zucker enthält. Die Zutaten-Liste auf den Produkten schafft nicht immer Klarheit, denn Zucker hat viele Namen. Ein kleiner Tipp: Alles, was auf „-ose“ endet ist Zucker. Künstliche Zuckerstoffe hingegen helfen beim Kalorien sparen, verursachen bei Überdosierungen aber auch Blähungen, Durchfall und Magenschmerzen. Beim Kuchen backen könnte man, um Kalorien zu sparen, beispielsweise die Hälfte des Zuckers durch „Saccharin“, einem künstlichen Süßstoff, ersetzen.
Aufpassen bei Zutatenlisten! Dies alles sind Zucker-Typen:
Glukose =Â Traubenzucker
Fruktose = Fruchtzucker
Galaktose =Â Bestandteil von Milchzucker
Saccharose = Haushaltszucker
Maltose = Malzzucker
Laktose = Milchzucker
Laevulose = Fruchtzucker
Dextrose = Traubenzucker
Dextrin = Stärkeabbauprodukt
Maltodextrin = Aus stärke. Kaum süß
Isoglukose = Glucose- Fruktose- Sirup
Isomaltulose/ Palatinose = in Honig, Zuckerrohrextrakt
Hexosen = Überbegriff für Glukose, Fruktose und Galaktose
Invertzucker = Flüssigkeit aus Glukose und Fruktose
natürliche Fruchstsüße = Mix von Fruktose, Glukose und Saccharose aus Fruchtkonzentraten